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Wir trauern um Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht vom Tod des renommierten Freiburger Moraltheologen Eberhard Schockenhoff vernommen. Wie nur wenige Theologen und Wissenschaftler verstand er es, sich mit klaren und sorgfältig entwickelten Argumenten in aktuellen Debatten von hoher gesellschaftlicher Relevanz und Brisanz deutlich zu positionieren. Das christlich-theologische Fundament Schockenhoffs, der als katholischer Priester und Hochschulprofessor auch viele Jahre dem Deutschen Ethikrat angehörte, war in seinen mitunter richtungsweisenden Stellennahmen auf dem Gebiet der Bio- und Medizinethik wie auch zu innerkirchlichen Streitfragen stets präsent, ohne dass er dabei dogmatisch oder belehrend auftrat. Die deutsche Wissenschaft und Gesellschaft verliert mit ihm eine streitbare Person, die sich nicht scheute, noch unübersichtliches Terrain zu betreten. An unserer Tagung zum Konzept der Seele im Judentum, Christentum und Islam (27.-28. Juni 2019 in Eichstätt) hat er mitgewirkt. Seinen wertvollen, uns inzwischen schriftlich vorliegenden Beitrag zum Konzept der Seele aus christlicher Sicht werden wir nun leider posthum veröffentlichen. Darin drückt er die Ansicht aus: „Früher hätte man diese Überzeugung […], dass jeder Mensch, gleich welcher Rasse, welches Standes, welchen Geschlechts oder welcher Religion“ damit erklärt, dass sie „eine unsterbliche Seele besitzt.“

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