Navigation

Startseite

Herzlich Willkommen bei der Forschungseinheit „Key Concepts in Interreligious Discourses“ – KCID

 

Ein Projekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und des Sheikh Nahyan Centers der Universität Balamand im Libanon.

Bildergebnis für FAU logo

 

Bildergebnis für katholische universität eichstätt logo

 

 

„Der Mensch ist Feind dessen, was er nicht kennt“, sagt eine altarabische Weisheit. Dem wirkt das interdisziplinäre Projekt Key Concepts in Interreligious Discourses (KCID) entgegen. Es bildet ein innovatives Element zur wissenschaftlichen Beschäftigung mit den drei verwandten monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Dafür unternimmt KCID eine begriffsgeschichtliche Untersuchung dieser drei Religionen im Verhältnis zueinander. Hierzu führt das Projekt auf einzigartige Weise international anerkannte Wissenschaftlicher zusammen, die sich durch ihre herausragende Kompetenz auf dem jeweiligen Fachgebiet auszeichnen. Mehr lesen…

Allgemeiner Informationsflyer hier

Artikel: Gott, Allah oder Jahwe?

 

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

In zahlreichen Schulbüchern werden die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam häufig wie folgt erklärt: Juden und Christen beten zum Gott Jahwe, die Muslime zum Gott Allah. Doch diese sehr simple Darstellung fördert einen Irrtum und verdeckt eine interessante Sprachgeschichte. Ein Artikel unseres Wissenschaftlichen Mitarbeiters Fabian Schmidmeier (M.A.) [mehr lesen …]

Neues Videoprojekt „kurz erklärt“ auf Deutsch und Arabisch

Hass und Hetze über und zwischen Religionen verbreiten sich in sozialen Netzwerken rasant. Als Wissenschaftler wollen wir nun dem etwas Fundiertes entgegensetzen, nämlich ein Projekt, das gezielt auf YouTube, Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien Wissen über Judentum, Christentum und Islam vermittelt. Die Wissenschaft soll damit aus ihrem „Elfenbeinturm“ heraustreten und ihr Know How in den Dienst der Gesellschaft stellen. Komplizierte Themen müssen für die Allgemeinheit verständlicher gemacht werden, gerade wenn es um Judentum, Christentum und Islam geht. Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit, Intoleranz gegenüber religiösen Menschen, Rassismus oder anderen auf dem Vormarsch befindlichen Phänomenen ist nicht einfach zu begegnen. Dabei wollen wir mit kurz erklärt helfen.

Das Angebot wird zunächst auf Deutsch und Arabisch erscheinen, kann gezielt in der Jugend-, Flüchtlings- und Integrationsarbeit, Deradikalisierung und Radikalisierungsprävention eingesetzt werden. Um besser miteinander leben zu können müssen wir mehr übereinander wissen, religiöse Gemeinsamkeiten kennenlernen und Unterschiede akzeptieren lernen. Die Forschungseinheit Key Concepts in Interreligious Discourses – KCID der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Katholischen  Universität Eichstätt-Ingolstadt möchte hier einen Beitrag dazu leisten.

70-jähriges Jubiläum des Weltkirchenrates in Genf

 

Am 21. Juni 2018 nahm unser Leiter Prof. Dr. Georges Tamer beim 70-jährigen Jubiläum des Weltkirchenrates und als Mitglied des Zentralausschusses bei dessen jährlichem Treffen in Genf, Schweiz, teil. Dabei traf Prof. Dr. Tamer auch auf das Oberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Franziskus.

Neue Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und Umbenennung von KCID

Im Interesse gegenseitiger Verständigung von Judentum, Christentum und Islam wollen der Lehrstuhl für Fundamentaltheologie (Prof. Dr. Christoph Böttigheimer) der Katholischen Universität Eichstätt und der Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft (Prof. Dr. Georges Tamer) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die theoretischen Wurzeln dieser Religionsgemeinschaften gemeinsam tiefer ergründen. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung  wurde am Donnerstag beim Dies theologicus der KU unterzeichnet. Zudem möchte sich das Projekt nun breiter aufstellen. Ziel ist nunmehr nicht nur die Schaffung der wissenschaftlichen Grundlage für einen interreligiösen Dialog, sondern auch die Wissenschaft stärker in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Dafür möchte KCID die Ergebnisse in unterschiedlichen Formaten aufbereiten, stärker im Bereich Social Media aktiv werden und insbesondere auf Deutsch und Arabisch im Bereich der Flüchtlings- und Integrationsarbeit unterstützen. Aus diesem Grund wurde das Projekt nun zu einer Forschungseinheit mit dem Titel Key Concepts in Interreligious Discourses – KCID umgestaltet.

„Angesichts weltweit zunehmender religiös motivierter Gewalt sowie des Zustroms mehrheitlich muslimischer Flüchtlinge nach Europa kommt dem interreligiösen Dialog eine nahezu existenzielle Bedeutung im Hinblick auf das friedliche Zusammenleben in weiten Teilen der Welt zu“, erklären Tamer und Böttigheimer. Nur durch die genaue Kenntnis der zentralen Ideen der jeweiligen Religionen könne eine objektive und wirksame interreligiöse Verständigung gelingen.

Die beiden Wissenschaftler wollen in den kommenden drei Jahren Experten über mehrere Fachtagungen versammeln und die Ergebnisse anschließend in einer Buchreihe veröffentlichen. Indem die Forscherinnen und Forscher die drei monotheistischen Religionen nicht isoliert, sondern in ihrer historisch gewachsenen gegenseitigen Interaktion untersuchen, greifen sie Leitfragen der gegenwärtigen interreligiösen Forschung auf. Durch das Erschließen von Kernkonzepten der drei verwandten monotheistischen Religionen soll sowohl das Verbindende als auch das Besondere jeder dieser Religionsgemeinschaften diskursiv herausgearbeitet und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Diese Vermittlung fundierten Wissens steht im Dienste der Stärkung der Akzeptanz des jeweils kulturell und religiös Anderen“, erklären Böttigheimer und Tamer.

Themen und Termine der zukünftigen Fachtagungen 2018 bis 2020

 

2018

Mi, 12. – Fr., 14. Dezember 2018: “The Concept of History and the Concept of Time in Judaism, Christianity and Islam”

2019

Mi, 13. – Fr., 15. Februar 2019: “The Concept of Person and the Concept of Sexuality in Judaism, Christianity and Islam”

Mi, 26. – Fr., 28. Juni 2019: Fachtagung “The Concept of Body and the Concept of Soul in Judaism, Christianity and Islam”

Mi, 18. – Fr., 20. September 2019: Fachtagung “The Concept of Violence and the Concept of Just War in Judaism, Christianity and Islam”

2020

Mi, 15. – Fr., 17. Januar 2020: “The Concept of Environment and the Concept of Economy in Judaism, Christianity and Islam”

 

Berichte und Lesematerial

27.-29. September 2017: Fachtagung „The Concept of Faith and the Concept of Truth in Judaism, Christianity and Islam“: Deutscher Bericht

10.-.12. Mai 2017: Fachtagung „The Concept of Freedom and the Concept of Justice in Judaism, Christianity and Islam“: Deutscher Bericht

21.-22. Juli 2016: Fachtagung „Revelation in Judaism, Christianity and Islam“: Deutscher Bericht

 

 

Kontakt

Projektleitung
Prof. Dr. Georges Tamer
Lehrstuhl für Orientalische Philologie und Islamwissenschaft
Bismarckstraße 1
91054 Erlangen
E-Mail: georges.tamer@fau.de

Sekretariat:
Ariadne Papageorgiou, M.A.
Tel.: +49 (0) 9131 85-22443
E-Mail: ariadne.papageorgiou@fau.de

Fabian Schmidmeier, M.A.

Dr. Katja Thörner

Weitere Hinweise zum Webauftritt